10 Dinge die Designer und Konzepter während der Feiertage tun könnten

Vorschläge für Interaktionskonzepter und UI Designer

Sailing in San Blas, Panama photo by Alex Proimos

Draußen regnet oder schneit es. Alle sind satt und wohl behütet und plötzlich stellt man fest, dass man ungeahnte Freizeit hat. Was tun? Hier kommen 10 Vorschläge was man als Konzepter und Designer mal über die Feiertage machen könnte.

1. Buch lesen

Trotz digitaler Magazine, Blogs und nie endendem Twitter Stream, ist die Lektüre eines guten Buches nach wie vor eine sinnvolle Beschäftigung. Und hat man nicht gerade zwischen den Jahren ein wenig mehr Zeit als sonst? AKW Gast Milan Guenther (Show 42: Intersection: Zwischen Customer Experience und Enterprise Design) hat beispielsweise das sehr interessante Buch Intersection: How Enterprise Design Bridges the Gap Between Business, Technology, and People geschrieben. James Kalbach (Show 15: Alignment Diagrams zwischen Air Sandwich und Value-centered Design) ist Autor vom Handbuch der Webnavigation: Die User-Erfahrung optimieren. Oder mit Blick auf die nahende IA Konferenz 2014 (Thema Brand Experience): Marco Spies, Branded Interactions: Digitale Markenerlebnisse planen und gestalten. Ich selbst habe gerade zu Ende gelesen: Age of Context: Mobile, Sensors, Data and the Future of Privacy von Robert Scoble und Shel Israel. Ist ein ganz unterhaltsames Buch. Auch das kann man durchaus mal empfehlen.

2. IA Konferenz Paper einreichen

Die IA Konferenz ist die führende Konzepter-Konferenz in Europa. Aktuell läuft sowohl der vergünstigte Early Bird Ticket Preis, als auch der Aufruf an die IA-, UX- und (Service) Design Community Beitragsvorschläge einzureichen (Call for Participation). Also: warum nicht mal die ruhigen Tage zwischen den Jahren nutzen um schnell einen Präsentations-Vorschlag runter zu tippen und einzureichen?

3. Neue Prototyping Tools ausprobieren

Es gibt Neuigkeiten von Axure (Axure RP 7) und auch bei Pidoco ist immer was Neues am Horizont (siehe auch Show 33: Pidoco, Startups und Software as a Service). Ebenfalls aus Berlin (und Irland) sind die Jungs von Fluid UI. Aus Hamburg kommt HotGloo. Auch ein vielversprechendes Werkzeug.

Es gibt viele sehr gute Alternativen zu dem Prototyping- und Wireframing Werkzeug das man normaler Weise so bei der Arbeit verwendet. Testet doch mal eines der Anderen. Vielleicht ist das der Anfang einer neuen Leidenschaft.

4. Podcasts hören

Podcasts hören macht Spaß. Abseits des linearen Einheitsbreis von beliebig austauschbaren Radio Sendern (“das Beste der 70er, 80er und das Neueste von Heute”). Zeitsouverän, asynchron und unabhängig. Das ist Podcasting. Da ist in jeder Sprache und zu jedem Thema für jeden etwas dabei. Stöbern kann man beispielsweise bei iTunes oder in der deutschsprachigen Podcast Community (oder im ReliveRadio Verzeichnis).

5. Human Interface Guidelines lesen

Abgesehen von obigen Büchern kann man noch ganz andere Texte lesen und dabei schlauer und bestens vorbereitet für die Gehaltsverhandlungen nächstes Jahr werden: Human Interface Guidelines – sogenannte HIGs. Da gibt es beispielsweise die iOS Human Interface Guidelines, Android DesignUser Experience Design Guidelines for Windows Phone, BlackBerry UI Guidelines oder Nokia Series 40 Richtlinien. Es gibt noch viele weitere, aber das sollte erstmal reichen.

6. Udemy Online Akademie Kurse

Wo wir schon beim Lernen sind. Relativ neu auf der internationalen Bühne ist die online Lernplattform Udemy. Für aktuell zwei Kurse konnte ich nach Rücksprache mit den Kurs Autoren Vergünstigungen für DESIGNBRIEF Leser aushandeln: Web Design from the Ground Up (50% Ermäßigung), Designing for Productivity in the User eXperience (25% Ermäßigung). Das Kursangebot bei Udemy ist beachtlich. Sucht man beispielsweise nach “Design” so findet man viele interessante Kurse.

7. Über den Tellerrand hinaus blicken

Ja, ich versteh’ schon: Informationsarchitektur ist auch für Euch das Allerwichtigste! Oder dreht sich bei Euch alles, ja wirklich alles, um Interaction Design? Trotz aller Leidenschaft und Fokussierung, hilft es manchmal etwas über den Tellerrand hinaus zu blicken. Erstaunliche und möglicher Weise auch ertragreiche Themen sind beispielsweise: Facebook Marketing (Show 34: Facebook Marketing), Paid, Owned, Earned Media (Show 43: Paid, Owned, Earned Media) oder Change Management (Show 32: Change Management und die Notwendigkeit von Veränderungen).

8. Für nächstes Jahr eine lange Reise planen

Als ich noch aktiv und regelmäßig Sport betrieben habe, gab es vor allem am Anfang in den ersten paar Jahren eine Zeit in der ich fälschlicher Weise dachte Sport betreibt man im Vollgas-Modus. Je mehr, desto besser. Je härter, desto besser.

Irgendwann wurde mir dann aber doch klar, das Muskelaufbau und Regeneration und Fortschritt nur in den Ruhephasen eintrat. Gutes Training war wichtig, aber ausreichende Ruhezeiten waren mindestens genau so wertvoll. Das Gleiche gilt auch für Karriere, Fortbildung und Berufsalltag.

Neulich hatte ich hier im DESIGNBRIEF getitel: Wir sollten länger schlafen. Aber mal ehrlich: schlafen ist langweilig. Wie wäre es also mit einer abenteuerlichen Reise? Siehe hierzu auch den Podcast mit Social Media Experte und Reiseblogger Steve Haenisch (Show 12: Travel Blogger. Mit Reiseblogs Geld verdienen. Social Media, Branding 2.0 und User Experience).

9. Alter Ego Pflege

Gerade heute hatte ich festgestellt, das mein YouTube Profil komplett veraltet war. Und bei LinkedIn fiel mir auf, dass ich viele Fragen zu meiner Person noch nicht beantwortet habe. Was ist mit Xing, Facebook, MySpace (ok, das war ein Witz), Instagram, Twitter, Gravatar, Flickr, Google+ oder Chatroulette? Sind überall Euere Profile aktuell? Habt Ihr Euere Skills eingetragen, den Werdegang dokumentiert und das Profilbild optimiert?

Das sind teilweise etwas nervige Arbeiten die aber wichtig sind. Also, nehmt Euch eine Flasche Glühwein zur Hand und dann ran an die digitale Profilpflege.

10. Feierabend Projekte

Ich arbeite mal wieder an einem Feierabend Projekt. Ich kann noch nichts darüber schreiben – aber aktuell begeistert es mich. 90% meiner Freizeitprojekte wandern am Ende in die Tonne. Aus völlig unterschiedlichen Gründen. Aber das macht nichts. Es ist eine sehr erfüllende Zeit der Selbstverwirklichung die einfach Spaß macht und ablenkt.

Was wird Euer nächstes, kleines Privatprojekt sein? Schon eine Idee?

(Bild: Alex Proimos)

About Jan (501 Articles)
Informationsarchitekt und Konferenz-Veranstalter (IA Konferenz, die Konzepter-Konferenz: http://iakonferenz.org, MOBX Mobile UX Konferenz: http://mobxcon.com), Podcaster und Twitter Addict. Geboren in Prag, sesshaft in Berlin.

2 Comments on 10 Dinge die Designer und Konzepter während der Feiertage tun könnten

  1. Vielen Dank für die Verlinkung und die Nennung im Podcast “Abends in der Kreativwirtschaft”. Natürlich auch für die vielen sehr hilfreichen Kommentare auf unseren Blog. Wir hoffen natürlich, dass wir auch im 2014 so viele Anregungen von dir bekommen und freuen uns auf viele neue Folgen Deines Podcasts.

    Ich wünsche dir frohe Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr
    Gruß Rico

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