Auf Sand gebaut

Den Kopf in den Sand

(Bild: tsaiproject via Flickr)

Ich bin neulich auf diese Arte Dokumentation hingewiesen worden: Sand – Die neue Umweltzeitbombe.

Sand ist heutzutage Bestandteil zahlreicher Alltagsprodukte, häufiger noch als Erdöl. Wir finden Sand in Nahrungsmitteln, Kosmetika, Putzmitteln, aber auch in elektronischen Produkten wie Computern, Handys und Kreditkarten.

Man meint ja ganz allgemein, Sand gäbe es überall. Und das wäre auch gut so, denn unsere gesamte moderne Zivilisation ist im warsten Sinne des Wortes auf Sand gebaut. Glas, Beton, Silicium. …

Sand ist halt wichtig. Im Film werden als Beispiele ein Krankenhaus und eine Autobahn genannt. 3000 Tonnen Sand sind in etwa nötig um ein Krankenhaus zu bauen. Jeder Kilometer Autobahn benötigt mindestens 30.000 Tonnen Sand.

Das Bevölkerungswachstum und die wirtschaftliche Entwicklung in den Schwellenländern sorgen weltweit für einen Bauboom. Die Folge: Der Bedarf an Sand steigt. Da sich Wüstensand nicht zur Betonherstellung eignet, hat die Bauindustrie den Meeresboden im Visier. Der Film zeigt Schauplätze des Sandabbaus rund um den Globus und geht Zusammenhängen und Hintergründen auf die Spur.

Zwei Drittel aller Bauwerke auf der Erde sind aus Stahlbeton und zwei Drittel von Stahlbeton macht eben Sand aus. Da kann man mal sehen, wie viel Sand in unserer Umwelt steckt.

Und wo kommt der Sand her? Zum Beispiel vom Meeresboden, wo er ja scheinbar kostenlos herumliegt.

Viel Spaß beim schauen.

About Jan (501 Articles)
Informationsarchitekt und Konferenz-Veranstalter (IA Konferenz, die Konzepter-Konferenz: http://iakonferenz.org, MOBX Mobile UX Konferenz: http://mobxcon.com), Podcaster und Twitter Addict. Geboren in Prag, sesshaft in Berlin.

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