Eisbärbuch, vierte Auflage

Information Architecture: For the Web and Beyond

Die Bibel aller Informationsarchitekten ist das sogenannte Polar Bear Book: das 1998 zum ersten Mal erschienene Buch von Louis Rosenfeld und Peter Morville hat viele Konzepter und Informationsarchitekten auf ihrer Laufbahn begleitet.

Das Eisbärbuch heißt natürlich Eisbärbuch, weil es in typischer O’Reilly-Manier ein Tier (Eisbär) auf dem Umschlag trägt. Offiziell heißt das Eisbärbuch Information Architecture for the World Wide Web: Designing Large-Scale Web Sites.

Nun ist also die vierte Ausgabe des Klassikers erschienen. Sie heißt diesmal Information Architecture for the World Wide Web: For the Web and Beyond.

Der neue Zusatz For the Web and Beyond soll dem Rechnung tragen, dass sich seit dem ersten Erscheinen des Buches eine Menge geändert hat.

Das erste PBB (Polar Bear Book) ist ja viele Jahre vor dem iPhone, Facebook oder Twitter erschienen. Auch die zweite (2002) und dritte (2006) Ausgabe sind noch vor dem iPhone veröffentlicht worden. Entsprechend sind manche Beispiele aus heutiger Sicht etwas veraltet. Es musste also eine neue, überarbeitete Ausgabe her und nun ist sie da: Information Architecture: For the Web and Beyond.

This is an acknowledgment that the information ecosystem landscape is richer and more complex today. Many people’s experience of interacting with information increasingly occurs via smartphone apps and other channels that do not involve a traditional web browser.

Irgendwo habe ich gelesen, dass das Buch in seiner vierten Ausgabe dünner geworden ist. Das kann ich aber nicht nachprüfen, weil ich eine digitale Kopie vorliegen habe. Aber es ist ein neuer Autor hinzugekommen. Neben den bereits erwähnten Peter Morville und Louis Rosenfeld ist der in IA Kreisen auch sehr bekannte Jorge Arango hinzugekommen.

Das Eisbärbuch

Das Buch ist in folgende drei Teile unterteilt:

  1. Introducing Information Architecture
  2. Basic Principles of Information Architecture
  3. Getting Information Architecture Done

Ganz allgemein gesagt, geht es in dem Buch um Gestaltung die das Finden und Verstehen unterstützt. Es geht um die Struktur und Ordnung von Systemen (Label, Navigation, Suche) und natürlich auch um kontrolliertes Vokabular, Metadaten, ja … und auch Thesauri.

Der letzte (dritte) Teil des Eisbärbuches ist unterteilt in die Kapitel

  • Research
  • Strategy
  • Design and Documentation

As with other aspects of the design, the information architecture needs to be refined and iterated on as the product gets build, and changes will inevitably happen as the product meets real-world conditions.

Im dritten Teil gibt es eine Menge Tipps und Tricks wie man richtig Fragen stellt und wann man mit wem sprechen sollte. Der letzte Teil rundet sehr viel des theoretischen ersten Teils ab.

Das Buch fängt mit diversen IA Definitionen und theoretischen Betrachtungen an. Als solches ist es eine sehr gute Einführung in das gesamte Thema Informationsarchiteltur.

Information Architecture: For the Web and Beyond ist nach wie vor ein sehr gutes Einsteigerbuch für Informationsarchitekten, Konzepter und Interaction Designer (und natürlich auch für alle anderen Interessierten). Das Buch befasst sich mehr oder weniger ausschließlich mit klassischer Informationsarchitektur. Man wir also fast nichts zu Themen wie Lean UX oder Scrum finden.

Dennoch würde ich es als Pflichtlektüre bezeichnen. Das ist ein Buch, vor allem für Studenten, das man einfach gelesen haben muss.

When designing an information architecture, we are engaging in a new type of placemaking: one that alters how we perceive and understand information.

About Jan (501 Articles)
Informationsarchitekt und Konferenz-Veranstalter (IA Konferenz, die Konzepter-Konferenz: http://iakonferenz.org, MOBX Mobile UX Konferenz: http://mobxcon.com), Podcaster und Twitter Addict. Geboren in Prag, sesshaft in Berlin.

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