Frag mich. Ich habe Klout.

Klout Score und Social Media Ranking

Heute bekam ich eine E-Mail von Klout. Ihr wisst schon, Klout ist dieses soziale ich-bin-so-toll Tool. Klout schrieb mir:

Hello, Jan. NAME could use some advice. Can you help? They asked: What’s the best flat design website? This question will expire in 24 hours. This question made its way to you from the Cinch app! The folks at Klout built Cinch to get people great answers from trusted advisors, right from your iPhone. Download Cinch now and become a member of the Cinch advisor community!

Aktuell scheint Cinch nur im amerikanischen App Store erhältlich zu sein. Mit einem Klout (klout.com) Login lässt sich die Frage aber auch online beantworten. Android User und Windows Phone Besitzer dürfen also auch mitspielen. Das ist schön.

Klout vergibt seinen Nutzern Punkte. Das ist der Klout Score (irgendwie auch mit +K abgekürzt). Barack Obama hat derzeit einen Klout Score von 99, Justin Bieber 92. Mein Klout Score liegt halbwegs konstant bei 64 – das ist oberes Mittelmaß. Kurz vor interessant bin ich vor Jahren mit meinen Klout Pünktchen stehen geblieben. Höher komme ich nicht – und glaubt mir, ich habe es versucht.

Ich bin leider kein Instagram Nutzer. Da lasse ich wohl einige Klout Punkte auf der Straße liegen. Instagram scheint als Social Media Tool immer wichtiger zu werden. Aber was soll ich auch auf Instagram posten? Ich bin weder ein Food Blogger, noch eine Fitness Maus oder ein DIY Bastler. Ich habe auch keine eigene Wikipedia Seite (zum Glück). Auch das kostet Punkte.

Aber zurück zu der E-Mail und zu Cinch.

Diese Idee der Influencer wird immer populärer. Angaben darüber, wer einen beeinflusst und welche Fähigkeiten man dieser Person in welchem Kontext zuschreibt sind das neue Salz in der Datensuppe. LinkedIn macht das bekanntermaßen auch. Sich selbst eigene Eigenschaften zuschreiben kann man auf Plattformen wie Xing oder Quora schon länger. Da ist es nur noch ein kleiner, naheliegender Schritt zum Service von Cinch.

Aber was hat man davon, wenn man sich auf der Social Media Bühne der Wahl hochschläft? Klout versucht das Punktesammeln mit sogenannten Klout Perks attraktiv zu machen. Perk heißt übersetzt Vergünstigung, Nebeneinnahme ja sogar Promi Bonus. Und genau darum geht es auch bei Klout Perks:

Perks are exclusive rewards you earn for your influence. Every day, influencers receive amazing products, discounts and VIP access that is only available to Klout users. All you have to do is be yourself. Perks are given to you based on a variety of things, including where you live, your influential topics, or your Klout Score. Don’t miss out! Check back every day to see if you’ve earned a Klout Perk.

Ich habe bislang noch keinerlei Perks verdient – aber ich musste eben feststellen, dass ich mich dafür in Klout auch noch nicht registriert hatte.

Wo geht die Reise hin? Werden Arbeitgeber potentielle Kandidaten nach ihren Social Media Punkten beurteilen? Werden Freundschaften zerbrechen, weil man Score-technisch einfach nicht mehr zueinander passte? Werden sich Dienste etablieren welche die Sozialen Werte betuchter Kunden hoch halten?

Es bleibt spannend.

(Bild: Kyle Taylor)

About Jan (500 Articles)
Informationsarchitekt und Konferenz-Veranstalter (IA Konferenz, die Konzepter-Konferenz: http://iakonferenz.org, MOBX Mobile UX Konferenz: http://mobxcon.com), Podcaster und Twitter Addict. Geboren in Prag, sesshaft in Berlin.

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