Gestaltungsmittel

Punkt, Linie, Form, Raum

Gestaltungsmittel (Bild: Ernest Duffoo via Flickr)

Um Design-Skills aufzubauen oder zu verbessern ist es wichtig einige Design-Grundsätze zu verinnerlichen und diese bewusst einzusetzen. Gestaltete Objekte und Systeme gehorchen entweder diesen grundlegenden Regeln oder weichen absichtlich von ihnen ab. Ungestaltete Produkte und Dienstleistungen setzen Design-Elemente hingegen willkürlich und ohne nachvollziehbare Begründung ein.

Fundamentale Designbausteine sind die Gestaltungsmittel, derer sich Designer bedienen können um komplexe aber harmonische Systeme zu erschaffen. Diese grundlegenden Designmodule sind immer nur als Mittel zum Zweck und als Teil eines Ganzen zu verstehen. Niemals sollen sie so eingesetzt werden, dass sie sich selbst zum Fokus der Betrachtung machen. So unbedeutend einzelne Gestaltungsmittel für sich genommen sind, so bedeutender soll das damit Geschaffene sein. Paul Rand schrieb in Thoughts on Design (1947) folgendes:

Graphic design (…) is not good design, if it is irrelevant.

Designer nutzen unterschiedliche Gestaltungsmittel um ihren Zielgruppen Inhalte oder Funktionen zu vermitteln. Insofern ist Design auch nur eine weiter Kommunikationsform. Paul Rand schrieb dazu in Thoughts on Design:

Graphic design (…) is not good design, if it does not co-operate as an instrument in the service of communication.

Die einfachsten Gestaltungsmittel sind Punkt, LinieForm und Raum (angeordnet vom Einfachen zum Komplexen). Hinzukommen folgende ebenfalls grundlegende Gestaltungsmittel: Anordnung, Farbe, Größe, Kontrast, Nähe und Wiederholung (alphabetisch angeordnet).

Designbausteine sprechen unterschiedliche Sinne an. Je nach zu gestaltendem System ist es nützlich oder weniger nützlich Design auf unterschiedliche Wahrnehmungsmechanismen auszurichten. So ist das klassische Webdesign stark auf visuelle Kommunikation ausgelegt (was im Kontext von Barrierefreiheit immer wieder bemängelt wird). Ein auf voice control basierendes User Interface spricht oft ganz andere Sinne an (Tasten und Hören beispielsweise).

Zu den eher einfachen Gestaltungsmitteln kommen noch eine Menge mehr oder weniger komplexer Gestaltungsmöglichkeiten hinzu: Auswahl, Balance, Füllung, Harmonie, Kontur, Richtung, MaterialProportionSpannungVereinfachung und so weiter.

Dieses Design-Vokabular zu beherrschen erleichtert sowohl Gestaltung als auch Kritik.

About Jan (501 Articles)
Informationsarchitekt und Konferenz-Veranstalter (IA Konferenz, die Konzepter-Konferenz: http://iakonferenz.org, MOBX Mobile UX Konferenz: http://mobxcon.com), Podcaster und Twitter Addict. Geboren in Prag, sesshaft in Berlin.

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