Haptisches UI Design

Der eigene Körper als User Interface Element

Cisco hat einen interessanten Artikel veröffentlicht: Beyond the Touchscreen: The Human Body as User Interface. Es geht um folgendes: wenn ich beispielsweise mein Smartphone bedienen will, muss ich es aus der Tasche ziehen, in der Hand halten und immer anschauen. Vor allem das Halten und Anschauen entreißt mich aus meiner Umgebung und erfordert, dass ich mich auf ein artifizielles Gerät fokussiere.

Jetzt könnte man fragen Ja und? So ist das halt. Klar, damit kann man sich abfinden oder eben daran arbeiten, eine andere Art von Eingabemöglichkeiten und User Interfaces zu finden. Irgend etwas natürlicheres. Etwas menschlicheres.

Preisfrage: was haben wir Menschen immer dabei? Das Smartphone? Nein, aber guter Versuch. Kleider? Ja … interessante Antwort, aber auch nicht unbedingt richtig. Nein, es ist unser Körper. Wir haben immer unseren Körper dabei. Warum also nicht unseren Körper als Eingabe-Interface nutzen? Der Mensch kann verschiedene Körperteile ohne Hinsehen nahezu fehlerfrei orten und erreichen. Ein Effekt der mit Propriozeption zusammen hängt – also der Eigenempfindung und Fähigkeit eigene Körperteile (und -Bewegung) im Raum zu begreifen.

Der eigene Körper als User Interface und haptisches Feedback zusätzliches Kontrollelement könnte die Zukunft sein, glauben zumindest einige Forscher. Ein schönes Beispiel für einen haptischen Ansatz ist das Projekt Imaginary Phone vom Hasso Plattner Institut.

(Bild: Gesti silenti von Latente)

About Jan (493 Articles)
Informationsarchitekt und Konferenz-Veranstalter (IA Konferenz, die Konzepter-Konferenz: http://iakonferenz.org, MOBX Mobile UX Konferenz: http://mobxcon.com), Podcaster und Twitter Addict. Geboren in Prag, sesshaft in Berlin.

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