HEART Framework

Google UX Research

Das HEART Framework hilft UX zu messen (Bild: Rahim Packir Saibo)

Das HEART im HEART Framework steht für Happiness, Engagement, Retention und Task success. Das HEART Framework versucht im Grunde das Thema User Experience in verschiedene Quälitätskategorien einzuteilen, um diese dann messen zu können. Es geht im weitesten Sinne um User Experience Metriken wie beispielsweise Usability und Engagement.

Der offiziellen ISO Definition von UX folgend, beschreibt User Experience immer eine menschliche Reaktion auf eine Interaktion (oder eine erwartete Interaktion). Da menschliche Reaktionen unterschiedlich und vielschichtig sein können, ist bei der Messung von User Experience (Benutzererlebnis) ein entwirren verschiedener Erlebnis-Komponenten notwendig.

Im Artikel How to choose the right UX metrics for your product beschreibt der Google Mitarbeiter Kerry Rodden eine bei Google im UX Research Team benutzte Methode: das HEART Framework.

Basic traffic metrics (like overall page views or number of unique users) are easy to track and give a good baseline on how your site is doing, but they are often not very useful for evaluating the impact of UX changes. This is because they are very general, and usually don’t relate directly to either the quality of the user experience or the goals of your project.

Es müssen nicht in jedem Projekt alle HEART Framework Kategorien gleichermaßen fokussiert betrachtet werden. Vielmehr kann man beispielsweise sagen, dass in einem Enterprise Software Projekt Retention eventuell weniger wichtig ist (die Mitarbeiter müssen so oder so mit der Software arbeiten). Bei einer Fitness-App könnte Retention hingegen überdurchschnittlich wichtig sein, weil die App-User ja unbedingt immer wieder die Fitness-App nutzen müssen damit diese richtig funktioniert.

So ganz klar ist mir noch nicht, warum das HEART Framework überhaupt Framework heißt—aber heutzutage ist ja irgendwie alles ein Framework (ich sag nur JTBD ;). Sich das Akronym HEART zu merken und es in beispielsweise Strategiemeetings zu Rate zu ziehen, kann aber wirklich nützlich sein. Vielleicht stellt sich dann heraus, das Manche im Projekt vor allem auf Kundenbindung setzen, wohingegen andere unbedingt neue Nutzer als Top Prio ansehen.

Hat man sich im Projekt dann darauf verständigt, welche Kategorie vom HEART Framework als wichtig angesehen wird (Happiness, Engagement, Retention, Task success oder eine eigene andere Kategorie—das HEART Framework besteht ja schließlich nur aus Vorschlägen), geht es im nächsten Schritt darum festzustellen welche Metriken wichtig sind.

Hierfür werden erst einmal Projektziele notiert. Eine Ebene unter den Projektzielen befinden sich sogenannte Signale. Unterhalb der Signale verbergen sich dann die gesuchten Metriken.

Beispiel:

  1. Im Projekt XY ist die Engagement Kategorie unter anderem wichtig.
  2. Als Projektziel wird in dieser Kategorie formuliert Nutzer sollen immer wieder neue Inhalte entdecken können.
  3. Als Signal für obiges Ziel nimmt man an, dass Nutzer mehr Zeit mit Inhalten von Projekt XY verbringen werden.
  4. Daher entscheidet man die durchschnittliche Zeit pro Nutzer pro Tag als eine mögliche Metrik zu betrachten.

If you want your product’s design to be informed by large-scale data, it really helps to have metrics that reflect the quality of the user experience, and that map closely to your main goals.

About Jan (498 Articles)
Informationsarchitekt und Konferenz-Veranstalter (IA Konferenz, die Konzepter-Konferenz: http://iakonferenz.org, MOBX Mobile UX Konferenz: http://mobxcon.com), Podcaster und Twitter Addict. Geboren in Prag, sesshaft in Berlin.

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