Jobs-to-be-done (JTBD)

Lösungs-agnostisch und Technologie-unabhängig.

Jobs-to-be-done (JTBD) und Technologie (Bild: Magnus Hagdorn via Flickr)

Jobs-to-be-done (JTBD) ist Lösungs-agnostisch und Technologie-unabhängig. Was heißt das?

Viele Firmen die man so kennt, sind um eine Technologie herum gewachsen. Sei es das Streaming von Videos, das Speichern von Musik, das Vergleichen von Produkten oder das Fotografieren oder Drucken oder Reisen.

Jede Technologie veraltet und wird irgendwann von einer Anderen abgelöst.  Egal ob Videokassette oder der Kassettenspieler, Kutschen oder Bücher. Immer löst eine nächstbessere Technologie den heißen Scheiß von Gestern ab. Entsprechend sieht man Unternehmen kommen und gehen die ihr Schicksal an eine bestimmte Technologie (Lösung) geknüpft haben.

Jobs-to-be-done (JTBD) legt sich nicht auf eine bestimmte Lösung fest. Vielmehr versucht der Jobs-to-be-done (JTBD) Ansatz Problem-orientiert zu arbeiten. Solche Probleme haben den Vorteil, dass sie oft sehr langlebig sind. Nehmen wir zum Beispiel das Reisen. Menschen wollten schon immer von A nach B kommen. Lösungen und spezialisierte Lösungsanbieter gab es viele: Kutschen, Autos, Züge, Raketen, Segways …

Das Problem, also der Job-to-be-done, wird vom Kunden aber nicht mit dem Wunsch nach einer speziellen Lösung (einem Produkt, Service oder Feature) garniert, sondern viel mehr als klar messbares Ergebnis beschrieben.

Indem Jobs-to-be-done (JTBD) den Job als einen Prozess betrachtet, ermöglicht es dem Analysten alle Zwischenschritte zu überblicken und diese mit eigenen Produkten oder Diensten zu kombinieren. Hierzu muss man grundsätzlich drei Dinge verstehen:

  1. Was ist das gewünschte Ergebnis welches Kunden am Ende einer Problemlösung erwarten?
  2. Welche Zwischenschritte gibt es?
  3. Welche Ängste oder Hindernisse hat der Kunde?

Sobald man ein von Nutzern erwartetes Resultat versteht fällt es einem viel leichter innovative Ideen vorzuschlagen. Der Jobs-to-be-done (JTBD) Ansatz ist im Grunde von user needs getrieben. Diese können nicht durch blindes, Kontext-loses Brainstorming befriedigt werden.

About Jan (501 Articles)
<p>Informationsarchitekt und Konferenz-Veranstalter (IA Konferenz, die Konzepter-Konferenz: http://iakonferenz.org, MOBX Mobile UX Konferenz: http://mobxcon.com), Podcaster und Twitter Addict. Geboren in Prag, sesshaft in Berlin.</p>

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