Mapping Experiences

Buchbesprechung

Mapping Experiences (Bild: Karen Green via Flickr)

James Kalbach (Autor von Designing Web Navigation: Optimizing the User Experience) hat im April sein neues Buch veröffentlicht: Mapping Experiences.

Das Buch gibt es bei Amazon und diversen anderen Buchhändlern. Worum geht es in Jim Kalbach’s neuem Buch Mapping Experiences: A Guide to Creating Value through Journeys, Blueprints, and Diagrams?

James Kalbach befasst sich bereits seit einigen Jahren mit einem Thema das er selbst Alignment Diagrams nennt. Alignment Diagrams (auf Deutsch vielleicht Anordnungsdiagramme oder Abgleichdiagramme) sind graphische-, oft Zeitachsen-basierte Darstellungen von Objekten (Diensten, Ereignissen, Szenarien …) und ihrer Beziehung zueinander. Jim Kalbach nennt es Beziehungen von System-Nutzern und System-Anbietern.

Alignment Diagrams sind ein Oberbegriff der verschiedene Diagramme zusammenfasst. Darunter befinden sich auch Experience Maps. Bekannte Experience Maps sind beispielsweise Service Blueprints, Customer Journey Maps oder Mental Model Diagrams.

Zum Buch Mapping Experiences schreibt der O’Reilly Verlag folgendes:

Customers who have inconsistent, broken experiences with products and services are understandably frustrated. But it’s worse when people inside these companies can’t pinpoint the problem because they’re too focused on business processes. This practical book shows your company how to use alignment diagrams to turn valuable customer observations into actionable insight. With this unique tool, you can visually map your existing customer experience and envision future solutions. (shop.oreilly.com)

Übrigens, Podcast-Hörern wird das Thema Alignement Diagram aus folgenden Sendungen mit James Kalbach bekannt sein: AKW015 Alignment Diagrams zwischen Air Sandwich und Value-centered Design und AKW066 Jazz, Lean UX und IA Summit.

Buch: Mapping Experiences

Das Buch Mapping Experiences ist in folgende Kapitel unterteilt:

  1. Introducing Alignment Diagrams
  2. Fundamentals of Mapping Experiences
  3. Visualizing Strategic Insight
  4. Initiate: Starting a Mapping Project
  5. Investigate: Researching the Experience
  6. Illustrate: Drawing The Diagram
  7. Align: Designing Value
  8. Envisioning Future Experiences
  9. Service Blueprints
  10. Customer Journey Maps
  11. Experience Maps
  12. Mental Model Diagrams
  13. Spatial Maps and Ecosystem Models

Warum ist mapping experiences überhaupt ein Thema? Wenn man sich an die Definition von User Experience erinnert, wird einem klar dass jede menschliche Reaktion auf eine Interaktion schwer vorhersehbar ist. Dennoch will man Reaktionen auf Produkte und Services kontrollieren. Daher setzt man Experience Maps ein um komplexe Abläufe prototypisch zu erfassen.

Ferner unterstützen Modelle ganz allgemein die Kommunikation und erlauben es Betrachtern Schwachstellen oder lukrative Gelegenheiten grob aber schnell zu erfassen.

Alignment Diagrams sind meistens so aufgebaut, dass im oberen Bereich die Belange von Kunden und Nutzern stehen und im unteren Bereich Leistungen und Ansprüche eines Herstellers oder Anbieters aufgeführt werden. Die verbindende Mittelschicht besteht aus Touchpoints.

Alignment Diagrams bieten eine ganzheitliche Vogelperspektive auf ein System. Experience Mapping ermöglicht dabei die prototypische Dokumentation von User Experience.

Alignment Diagrams describe how users perceive value and show organizations hot to create and deliver it. (James Kalbach)

Im Buch Mapping Experiences: A Guide to Creating Value through Journeys, Blueprints, and Diagrams stellt James Kalbach einen allgemeinen Prozess zum Erstellen von Alignment Diagrams vor:

  1. Initiate
  2. Investigate
  3. Illustrate
  4. Align

Im Buch werden alle Schritte detailliert betrachtet und besprochen. Dazu gibt es Beispiele und Best Practices aus der langjährigen Erfahrung von James Kalbach. Anhand diverser Experience Maps werden Themen illustriert und Beispiele besprochen.

Alignment Diagrams haben auch einen Bezug zu Jobs-to-be-done, denn schließlich sind Kontext und Motivation auch bei JTBD elementare Bausteine.

Companies that target their products at the circumstances in which customers find themselves, rather than at the customers themselves, are those that can launch predictably successful products. Put another way, the critical unit of analysis is the circumstance and not the customer.

Alignment diagrams seek to understand those circumstances – the broader context of goals, desired outcomes, and emotions, as well as constraints and pain points. Mapping experiences illustrates those conditions of jobs to be done in holistic way that everyone in an organization can learn from.

Jim Kalbach’s neues Buch Mapping Experiences: A Guide to Creating Value through Journeys, Blueprints, and Diagrams ist unbedingt lesenswert. Es ist voller Beispiele und Hinweise und hat eine sehr hohe Informationsdichte.

Mapping Experiences ist kein Buch das man sich kurz ausleihen kann, weil man es erstmal selbst in Ruhe lesen und verdauen und dann noch einmal lesen muss. Mapping Experiences gehört sicherlich zu den 2016 erschienen UX-Pflichtlektüren.

In diesem Sinne: viel Spaß beim Lesen!

About Jan (501 Articles)
Informationsarchitekt und Konferenz-Veranstalter (IA Konferenz, die Konzepter-Konferenz: http://iakonferenz.org, MOBX Mobile UX Konferenz: http://mobxcon.com), Podcaster und Twitter Addict. Geboren in Prag, sesshaft in Berlin.

Leave a comment

Your email address will not be published.


*


css.php