Mobile-friendly Webdesign

In Zukunft ist das Web mobil

Mobile Web Test Die Welt ist Mobile First (Bild: Phil Campbell via Flickr)

74% der deutschen Top 50 Agenturen des Internetagentur-Rankings 2014 haben einen mobile-friendly Webauftritt. Das ist doch schon mal was. Sicher, da ist noch Luft nach oben aber es ist schon mal nicht schlecht.

Na ja, es gibt ja auch einen gewissen Druck. Webseitenbetreiber stehen unter Zugzwang. Es gibt bereits jetzt schon mehr Smartphones als Desktop-PCs und die meisten E-Mails werden auf dem Handy geöffnet. Der Taschencomputer mit Telefonfunktion ist unübersehbar auf dem Vormarsch.

Google hat das natürlich schon lange erkannt und belohnt diejenigen die ihre Webpresenz nach dem offiziellen mobile-friendly Webdesign Rezept bauen. Schließlich will die allwissende Super-Suchmaschine auch von der nächsten User-Generation überdurchschnittlich viel genutzt werden. Wenn die Webseiten die gesucht, gefunden und verlinkt werden aber auf Smartphones alle echt schlecht aussehen, fällt das irgendwie auf Google zurück.

Das ist nicht nur meine Meinung, nein das sehen die Gastgeber in nachfolgendem Google Webmasters Video ebenso:

Im Februar meldete TechCrunch, dass Google den mobile-friendly Grad von Webseiten neuerdings dazu nutzt, um die Reihenfolge in Suchergebnissen zu beeinflussen.

Google says that starting on April 21, it will expand its use of mobile-friendliness as a ranking signal to all languages worldwide – something it notes will have a “significant impact” on search results.

Wie auch immer: vorbeugen hilft. Google bietet bereits seit einigen Jahren gute Informationen zum Thema mobile-friendly Webdesign an.

Mobile-friendly Webdesign Test

Habt Ihr schon den Test gemacht? Ich meine natürlich den Mobile-friendly Test von Google. Dieser automatisierte Test schaut sich eine beliebige URL an, analysiert sie und gibt eine kurze aber vordergründig eindeutige Info zurück: ist die betrachtete Webseite mobile-friendly oder nicht?

Mobile-friendly Webdesign Kriterien sind beispielsweise:

  • Sind Links oder Schaltflächen zu nah beieinander?
  • Ist die Schriftgröße zu klein?
  • Enthält die Seite Flash?
  • Lädt die Seite schnell oder langsam?

Unterm Strich sind das alles Eigenschaften die sich auf eine gute User Experience auswirken. Wie funktioniert der mobile-friendly Test nun aber tatsächlich? Natürlich kann es sich selbst Google nicht leisten alle Webseiten der Welt händisch zu prüfen. Das heißt es schickt Google Bots herum, die Euere Seiten prüfen und crawlen.

Das heißt wiederum, wenn Euere Seiten absichtlich oder unabsichtlich für Google Bots nicht zugänglich sind, werden diese Seiten nicht geprüft werden können und somit, quasi default, schlecht abschneiden.

Im Google Webmasters Tool Bereich gibt es einen Mobile Usability Bericht den man sich unbedingt ansehen sollte.

Mobile-friendly Webdesign in Suchergebnissen

Es gibt einen Unterschied zwischen der mobilen Google SERP (search engine results page) und der Desktop Suchergebnisseite. Mobile-friendly Webdesign wirkt sich zunächst vor allem auf mobile Suchergebnisse aus. Das ist natürlich kein wirklicher Trost, da sich ja mobile Webseiten (oder sagen wir mal: Zugriffe von mobilen Endgeräten) sehr deutlich auf dem Vormarsch befinden.

Die mobile-friendly Gewichtung kommt derzeit pro Seite zum Einsatz. Nicht pro Site, pro Webseite. Ebenfalls sei angemerkt, dass Google angeblich über 200 Eigenschaften nutzt, um die richtige Reihenfolge im Google Algoritmus zu berrechnen.

Mobile-friendly Webdesign: was ist zu tun?

Es gibt eine Menge offizieller Google Ressourcen die man sich unbedingt ansehen sollte:

In Google to websites: Be mobile-friendly or get buried in search results schreibt Mashable:

For businesses, it’s a sobering wake-up call: Get up to speed on mobile. Otherwise, get buried in search results, hemorrhage web traffic and lose revenues.

Na dann, viel Erfolg beim testen.

About Jan (501 Articles)
Informationsarchitekt und Konferenz-Veranstalter (IA Konferenz, die Konzepter-Konferenz: http://iakonferenz.org, MOBX Mobile UX Konferenz: http://mobxcon.com), Podcaster und Twitter Addict. Geboren in Prag, sesshaft in Berlin.

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