pixate: damit erstellen UX Designer Interaktionen

Prototyping Software für Interaction Designer

pixate App Desktop pixate App Desktop

Mit Pixate Studio von pixate lassen sich interaktive App Demos bauen. Schnell, einfach und realitätsnah.

pixate wurde 2012 gegründet. Finanziel unterstütz vom berühmten Y-Combinator Inkubator (und Anderen) hat pixate tatsächlich sehr schnell Fahrt aufgenommen und ein sehr brauchbares Werkzeug für Interaktionsdesigner geliefert.

Modernes Interaktionsdesign arbeitet viel mit Mikrointeraktionen, kleinen Animation und Bewegungen. Oft ist es gerade eine gute Animation die aus tollem UI Design großartiges Experience Design macht.

pixate ist ein visueller Editor um genau solche Interaktionen zu gestalten.

pixate, das Photoshop für Interaction Designer

Diese Softwarelösung könnte man als Interaktionsbearbeitungsprogramm bezeichnen, so wie Photoshop ein Bildbearbeitungsprogramm ist. pixate beschreibt sich selbst wie folgt:

Pixate is a next-generation mobile interaction design service aimed at helping designers create complex animations and interactions without writing code. This innovative tool generates 100% native mobile prototypes as they’re being designed, enabling designers to refine unique experiences and communicate interactive ideas to stakeholders and team members.

Das wichtige an pixate ist, dass es immer darum geht Design und Prototypen schnell und echt in nativem App-Kontext zu vermitteln. Das was bei pixate rausfällt, ist eine Interaktion so wie sie gestaltet und konzipiert worden ist die man sich dann auf iOS oder Android anschauen und dort testen kann.

pixate Mikrointeraktionen (Beispiele)

pixate Mikrointeraktionen (Beispiele)

Die Software ist kein App-Builder oder Code Editor. Die Prototypen die pixate generiert sehen klasse aus und fühlen sich real an, pixate hat aber nicht den Anspruch fertigen Code zu generieren. Es ist ein Werkzeug für Designer und Konzepter und nicht unbedingt für Entwickler.

The intent and creative process is always first, while dropping the communications barriers between design and engineering that often plague teams.

Die Desktop-Lösung Pixate Studio gibt es für Mac und Windows und es lassen sich damit Applikationen für iOS und Android zum Leben erwecken. Pixate Studio kostet $149.99 (derzeit etwa 142 Euro). Zusätzlich gibt es eine Browser-basierte Version der Software. Diese kostet aktuell in der einfachsten Version nichts (auf ein Projekt beschränkt), $16.67 pro Nutzer pro Monat und in der Enterprise Edition noch etwas mehr (Preis nur auf Anfrage). Da pixate tatsächlich noch recht jung ist, können sich diese Optionen und das gesamte Preismodell zukünftig auch ändern.

Sobald man sich für die Web-Variante angemeldet hat, bekommt man auch schon gleich eine E-Mail mit dem Hinweis sich bitte auch die pixate App aufs Handy zu installieren. Die App ist kostenlos (iOS, Android) und wird benötigt, um die animierten pixate Prototypen auf dem entsprechenden Endgerät überprüfen zu können.

Die Arbeit mit Pixate Studio (oder der Web-Version) erfordert eine gewisse Einarbeitung, ist aber nicht unbedingt schwer. Das liegt unter anderem daran, dass man ja mit pixate keinen Code schreibt sondern immer in einer Art modernem WYSIWYG-Editor stets visuell arbeitet.

Das charmante an pixate ist, dass es nicht wie andere Animationswerkzeuge auf den Einsatz von Timelines setzt. Das Tool versucht bewusst nicht Zeit als Interaktions-Eigenschaft in den Mittelpunkt zu stellen sonden Anwender.

pixate Lifestyle Desktop

pixate bei der Arbeit

pixate Interessierte können sich via offiziellem pixate Blog auf dem Laufenden halten. Zusätzlich zum Blog gibt es auch ein Community Forum und eine dedizierte Seite mit Tutorials, pixate Demos und einem User Guide.

pixate, die perfekte Ergänzung

So wie ich den Ansatz von pixate verstehe, will die Software nicht die eierlegende Wollmichsau sein. Das Tool will lediglich eine sehr gute Lösung für Interaction Designer werden, wenn es darum geht Animationen und Interaktionen zu kommunizieren. Aufbauend auf Designentwürfe und Interaktionskonzepte die nach wie vor mit anderen Werkzeugen erstellt worden sind.

Nach einer halbwegs kurzen Einarbeitung kann man tatsächlich sehr bald schon erste Interaktionen auf das Smartphone exportieren, herumreichen und besprechen.

So jung wie diese Softwarelösung noch ist, stellt sie tatsächlich schon eine wichtige Bereicherung für jeden UI Designer dar. Gerade der Fokus auf Animationen im breiten Wirkungsbereich von Design (derzeit allerdings nur App Design und nicht etwa Web Design) machen das gesamte Paket unglaublich attraktiv.

Wer es noch nicht kennt, sollte die Software ganz unbedingt mal ausprobieren.

About Jan (501 Articles)
<p>Informationsarchitekt und Konferenz-Veranstalter (IA Konferenz, die Konzepter-Konferenz: http://iakonferenz.org, MOBX Mobile UX Konferenz: http://mobxcon.com), Podcaster und Twitter Addict. Geboren in Prag, sesshaft in Berlin.</p>

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