Überblick: Design Prinzipien

Eine Sammlung unterschiedlichster Design Grundsätze

Design Prinzipien (Bild: Damien Roué)

Design Grundsätze sind nicht nur eine Sammlung guter oder bewährter Ideen und Ansätze, sie sind auch eine sehr schöne Möglichkeit Neues zu lernen. Das Studium von Design Prinzipien ist ein wichtiger Bestandteil professionell arbeitender Designer – sei es UX Designer, Usability Consultants, Webdesigner oder sonstiger Kreativexperten.

Sammlungen verschiedener Design Prinzipien müssen nicht besonders formal sein um wertvoll und interessant zu sein. Oft reichen schon kleine Screenshots Kollektionen wie zum Beispiel hier auf Pinterest oder Plattform-spezifische Seiten wie Androidpatterns.com oder Windowsphone-Patterns. Wenn man die Suche nach Design Prinzipien auf verschiedene fremdsprachige Varianten oder Synonyme ausdehnt, merkt man erst wie umfangreich das Gebiet ist. Da gibt es Best Practices, Guidelines, Whitepapers, Design Patterns, Leitsätze, Grundsätze, Richtlinien und so weiter.

Neben all den privaten Design Leitsätzen und akademischen Gestalt- und Design Prinzipien gibt es natürlich noch die offiziellen Hersteller-basierten Design Empfehlungen. Android Design Principles, OS X Human Interface Guidelines oder Windows Phone UI Design Guidelines sind nur ein paar populäre Beispiele.

William Lidwell schreibt in seinem Buch Universal Principles of Design …

The best designers sometimes disregard the principles of design. When they do so, however, there is usually some compensating merit attained at the cost of the violation. Unless you are certain of doing as well, it is best to abide by the principles.

Die besten Designer ignorieren manchmal bestimmte Design Prinzipien, aber um das gezielt und sinnvoll machen zu können muss man diese Grundsätze natürlich erstmal kennen. Eine Missachtung solcher Leitsätze kann das kleine Extra bedeuten, welches aus einem guten Design ein herausragendes Design macht.

Die schmutzige Wahrheit im Business Kontext ist aber, dass man überhaupt nicht Herausragendes gestalten muss um erfolgreich zu sein. Gut genug ist die Maxime die es zu erreichen gilt. Eine viel niedrigere Messlatte, die dennoch täglich von vielen Kreativen im UX Consulting und UI Design Umfeld gerissen wird.

Einen schönen Einstieg in verschiedene UI Design Sammlungen bietet Design Principles FTW, zusammengestellt von einer schwedischen UX Agentur:

The purpose of the site is to provide information and inspiration for anyone involved in designing digital products. Whether you’re an established professional or aspire to become one, we hope that you’ll find something of value.

Das nachfolgende Video gibt einen kleinen Überblick über vier grundlegende Design Prinzipien im Graphic- und Webdesign namens CRAP (englisch für Schrott oder Unsinn). Entgegen der vielleicht etwas selbstironischen Bezeichnung sind die betrachteten Leitsätze aber alles andere als Mist.

(Bild: Damien Roué)

 

About Jan (501 Articles)
Informationsarchitekt und Konferenz-Veranstalter (IA Konferenz, die Konzepter-Konferenz: http://iakonferenz.org, MOBX Mobile UX Konferenz: http://mobxcon.com), Podcaster und Twitter Addict. Geboren in Prag, sesshaft in Berlin.

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