UX Party in Berlin

Die bessere Weihnachtsfeier

UX Party Berlin

Zum zweiten Mal veranstalten einige der vielen kreativen Berliner Meetups und Networking-Events eine gemeinsame Jahresabschluss Weihnachtsfeier.

Beteiligt sind Katrin Dribbisch (Co-Founder of Service Design Berlin, PhD Candidate University of Potsdam), Olga Scupin (Co-Founder of Service Design Berlin, Start-up Jam), Martin Jordan (Co-Founder of Service Design Berlin. Senior User Experience Designer, Nokia), Markus Drews (Local Leader, IxDA Berlin. Head of User Experience Design, Neofonie), Thomas Kueber (Local Leader IxDA Berlin, Design Lead at Groupon), Manuel Großmann (Co-Founder of Service Design Berlin. Service Design Consultant), Sabine Stoessel (Co-Founder Berlin IA Cocktail Hour, derzeit in Afrika unterwegs) und Jan Jursa (Co-Founder Berlin IA Cocktail Hour, IA Konferenz).

DESIGNBRIEF spricht mit einigen aus dem Team über das anstehende Event.

DESIGNBRIEF: Oh mein Gott, ist es wirklich schon wieder Dezember? So viele To-Dos und nur noch so wenige Tage. Der einzige Lichtblick: es gibt wieder eine UXmas-Party – die offizielle User Experience Jahresabschluss-Fete, richtig?

Martin: Das Jahr neigt sich dem Ende – Zeit miteinander auf die letzten Monate zu schauen, das Erreichte zu feiern und neue Ziele für 2014 auszumachen.

Olga: Nach dem Erfolg vom letzten Jahr freuen wir uns schon sehr auf die diesjährige Feier. Es ist einfach ein wunderbarer Anlass und die Gelegenheit alle nochmal zu sehen, bevor wir dann ins nächste Jahr purzeln.

Manuel: Von dem Begriff User Experience sollten sich die Design-Thinker und Service Designer jedoch nicht ausgeschlossen fühlen. Letztendlich ist es vor allem eine XMas-Party für die Berliner Designszene.

Wo kann man sich zur Party anmelden?

Martin: Ganz bequem via Facebook. Dort gibt es ein öffentliches Event, das jeder mit seinen Kollegen und Freunden teilen kann.

Wir haben eine super Location gebucht. War von Euch schon mal jemand vor Ort?

Thomas: Ja. Ist ganz groß!

Martin: Noch nicht, aber die Bilder sehen großartig aus und Berichte von Besuchern klingen gut. Die gute Berliner Mischung aus schick und schroff – gut erreichbar in der Köpenicker Straße, damit es niemand zu weit hat nach Hause am Dienstagmorgen.

Location, DJs, eine Bar und nette Leute. Ich denke die Gelegenheit werden viele Kreative nutzen um noch mal zum Jahresende zu networken und gemeinsam das Jahr ausklingen zu lassen. Ist schon klar, wer die Begrüßungsrede halten und sich bei den großartigen Sponsoren (ICONMOBILE, neofonie, IA Konferenz, Ableton) bedanken wird?

Olga: Das steht wohl noch nicht fest, aber ein paar Tage bleiben uns ja noch für Vorbereitungen.

Manuel: Bei dem Event stehen vor allem das Miteinander und der Austausch im Vordergrund. Da ist die Begrüßungsrede eher ein kurzes “Hallo”, sodass sich alle dem angenehmen Teil widmen können.

Appropos Jahresende… wie war denn Euer Jahr so aus UX-, Service Design oder IA-Sicht?

Markus: Wir haben gemerkt, dass die Bereiche immer mehr zusammenwachsen. Das macht sich in thematischen Ergänzungen und Überschneidungen in unseren jeweiligen Gruppentreffen bemerkbar. Und auch in Projekten, die ich für Kunden umsetze, werden die Kompetenzen immer häufiger gemeinsam benötigt.

Thomas: Sehr spannend. Das Thema UX wird langsam erwachsen und findet Einzug auch in die sogenannte “alte Industrie”.

Olga: Es passiert viel und der Bereich Service Design wird inzwischen in vielen Bereichen thematisiert, so auch im Health Sector und Public Services, was in Zukunft sehr spannende Lösungen bedeuten kann.

Martin: Genau – Markus spricht einen wichtigen Punkt an – wie sehr User Experience, Service Design und Information Architecture zusammengewachsen sind, merken wir an der großen Überschneidungen der Besucher unserer drei Veranstaltungsreihen. Diverse Teilnehmer von IxDA-Talks kamen auch zu unserem Service Experience Camp und viele zu Service Design Drinks in diesem Jahr. Die Schnittmenge wächst und mehr bekannte Gesichter trifft man von Mal zu Mal.

Habt ihr das Gefühl, dass unsere „Szene“ in Deutschland weiter wächst oder sind wir bereits auf einem hohen Niveau angelangt wo Dinge eher stagnieren?

Markus: Die Ausbildung an den Unis und Hochschulen hat sich in den letzten Jahren sehr verbessert. So sind viele extrem gute Leute in die “Szene” gekommen, was für den fachlichen Austausch und die Außenwahrnehmung von gutem UX-Design super ist.

Thomas: Wir wachsen definitiv und sind meiner Meinung nach auch dabei, ein eigenes Profil zu entwickeln anstatt nur einem Silicon Valley Modell hinterher zu laufen.

Katrin: Service Design ist in Deutschland definitiv auf dem Vormarsch. Im Vergleich zu den skandinavischen Ländern und dem angelsächsischen Raum haben wir Nachholbedarf. Über die letzten Jahre konnten wir das wachsende Interesse beobachten und freuen uns, dass das Thema viele Menschen bewegt. Schließlich verschiebt sich unsere Wirtschaft zunehmend in Richtung Dienstleistungen, die bereits zwei Drittel der Wirtschaftsleistung ausmachen.

Manuel: In Projekten und in Gesprächen merken wir, dass die Begriffe Service Design und UX mittlerweile einem breiten Publikum jenseits der “Szene” bekannt sind. Das ist sehr spannend und eröffnet neue Möglichkeiten. Allerdings laufen Begriffe dann auch immer Gefahr zu Buzz-Words zu werden. Es ist deshalb wichtig den Mehrwert der Disziplinen klar zu kommunizieren.

Habt Ihr schon was für 2014 auf dem Schirm? Eigene Events, neue Tools – vielleicht ein Buch jemand?

Olga: Wir planen die zweite Runde vom Service Experience Camp, das dieses Jahr Premiere gefeiert hat. Ansonsten wird es weiterhin die regelmäßigen Service Design Drinks geben und vielleicht noch die ein oder andere Überraschung.

Martin: Auf das zweite Service Experience Camp freuen wir uns sehr. Dieser Hybrid aus Konferenz und Barcamp kam bei den knapp 150 TeilnehmerInnen sehr gut an. Zu unserer Überraschung kamen tatsächlich so viele Besucher zusammen, obschon wir nur 3 Monate Vorlauf für die Planung hatten. Selbst von Übersee – aus Brasilien und Japan – kamen einige Teilnehmer angereist. Die zweite Auflage behält die guten Dinge bei, verbessert alle anderen und wird sicherlich etwas größer sowie noch interaktiver werden. Außerdem wird die Website von Service Design Berlin überarbeitet und dann Besuchern ein Angebot bieten, das dem Namen gerecht wird. Die neue Seite soll im ersten Quartal 2014 fertig sein. Mal schauen, ob wir das schaffen – den guten Vorsatz haben wir zumindest.

Katrin: Zusätzlich laden wir im März wie in den letzten Jahren zum Service Jam Berlin ein, der Teil einer weltweiten Veranstaltungsreihe ist. Hier können TeilnehmerInnen an einem Wochenende Service-Design-Methoden kennenlernen und vertiefen. Der Austausch und eine lockere Atmosphäre, ähnlich wie bei einem Musik-Jam, stehen im Vordergrund.

Thomas: Wir machen weiter wie bisher. Zusätzlich stehen ein Workshop mit Cooper und ein paar Events mit den Leuten von Webvisions an.

Danke in die Runde. Wir sehen uns auf der Party.

(Bild: Martin Jordan)

About Jan (501 Articles)
<p>Informationsarchitekt und Konferenz-Veranstalter (IA Konferenz, die Konzepter-Konferenz: http://iakonferenz.org, MOBX Mobile UX Konferenz: http://mobxcon.com), Podcaster und Twitter Addict. Geboren in Prag, sesshaft in Berlin.</p>

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